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Klaus Wegmann >Arbeiten  
 
 

Für Klaus Wegmann bedeutet Wahrnehmung nicht Beobachtung einer statischen Gegebenheit, er nimmt Situationen in Bewegung, im Begriff der Veränderung wahr.

In seiner Malerei hält er den Akt der Bewegung im Bild fest.

Er schüttet die Farbe auf den Malgrund, Spuren des Fliesens werden sichtbar und machen die Bewegung erlebbar. In alle Richtungen drängen die Formen über den Bildrand hinaus, oder stürzen in ihn hinein.

Die Bilder entstehen durch Überlagerung von geschütteten, gemalten oder gerakelten Farbschichten.

Die so entstehende Dynamik in seinen Bilden erzeugt eine Präsenz, die die Bilder regelrecht erscheinen lässt.

Aus starken, oft reinen Farben tauchen zeichenhafte Verweise auf Gegenständliches auf:

Schilder, Fassaden, Neonreklamen  führen den Betrachter ins Bild, ziehen ihn hinein in die entgrenzten Räume, die immer wieder neue Perspektiven zulassen.

Wahrnehmung ist zugleich Deutung, Strukturen werden zu Räumen, städtische Lichtstimmung schlägt in Landschaftliches um. Der Raum scheint zu schwingen, nichts bleibt so, wie es auf den ersten Eindruck scheint. Realität erscheint als Bündel von Möglichkeiten.

So entstehen Erinnerungswerte an Situationen, die man erfahren zu haben meint und in denen Körperliches und Psychisches zusammentreffen.